Gastbeitrag: Matthias von Yomaro – Frozen Yogurt

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Ein Tag mit Matthias von Yomaro: „Wenn eine Wetter-App nicht reicht…“

„Mein Tag beginnt um 9 Uhr, dann gibt es erstmal ein leckeres und gesundes Frühstück, am liebsten ein Müsli mit Chia Pudding, Obst und Nüssen. Danach habe ich genug Energie, um in den Tag zu starten. Parallel checke ich meine 4 bis 5 Wetter-Apps, auf eine sollte man sich nicht verlassen… daraus entnehme ich die optimale Personalbesetzung für den Tag. So kann ich für die beiden Düsseldorfer Locations am Carlsplatz und an der Lorettostraße noch letzte Personaländerungen vornehmen und je nach dem noch einen zusätzlichen Mitarbeiter organisieren. Wenn das erledigt ist, geht’s in den Laden. Dort bereiten wir unsere Früchte-Pürres vor, schnibbeln Obst und rühren den Joghurt an. Drei mal die Woche erhalten wir eine Warenlieferung. Pünktlich um 12 Uhr öffnen wir unsere Tür und schließen diese im Sommer erst gegen 21:30 Uhr. Im Winter passen wir uns an unsere Kunden an und bieten Öffnungszeiten von 13/15 Uhr bis 18/19 Uhr, je nach Location. Das besondere an der Winterzeit ist unser Angebot an frischen Waffeln, die wir mit unseren Toppings befüllen und nach Bedarf mit heißen Kirschen servieren. Darauf fahren unsere Gäste im Winter echt ab! Viele meinen, dass der Gründer sich irgendwann aus dem Tagesgeschäft herauszieht, aber bei mir ist das anders: Ich sehe mich mit meinen Mitarbeitern auf der gleichen Ebene, weil wir flache Hierarchien etabliert haben und dementsprechend helfe ich auch beim Schnibbeln und nehme Bestellungen unserer Kunden entgegen.

Im Idealfall stehen 15 Minuten vor Öffnung des Ladens bereits 20 Leute vor der Tür und dann geht es den restlichen Tag nur noch darum Joghurt zu verkaufen und die Toppings aufzufüllen. Unser Ziel lautete immer: Glückliche Gesichter bei unseren Kunden und Fans zu erzeugen.

Eine richtige Mittagspause können wir nicht machen, da wir den Laden durchgehend geöffnet haben. Deshalb mixen wir uns einen frischen Smoothie aus den Zutaten, die wir im Laden haben oder holen uns ein paar Brötchen von Nebenan und belegen diese vor Ort. Also alles ganz easy und sehr familiär bei uns. Aufgrund des Rotationssystems, bei dem alle Mitarbeiter zwischen Theke und Küche rotieren, ist die Tätigkeit bei Yomaro abwechslungsreich. Nach Ladenschluss wird die Abrechnung gemacht, Bestellungen durchgegeben und die Personalplanung für 3 Tage im Voraus geschrieben. Bei 30 Grad im Schatten stehen am Carlsplatz maximal 7 und auf der Lorettostraße maximal 6 Mitarbeiter und begeistern unsere Gäste mit Joghurt-Eis. Was sonst noch am Abend passiert? Ich entspanne und esse abends am liebsten Pasta oder Pizza – genau, ungesund, aber sehr energiereich und Kohlenhydrate braucht schließlich jeder 😉

#Yogurt #Freude #Leidenschaft #Gemeinschaft

Viele Fragen sich, was mich an dem Thema Food fasziniert, schließlich habe ich einen Joghurt-Laden aufgemacht… Food ist etwas, das man immer braucht. Es ist ein Grundbedürfnis von jedem Menschen, deshalb muss sich diese Branche ständig weiterentwickeln und neue Angebote auf den Markt bringen, sonst wird es langweilig und das will ja niemand… Jeden Tag Pasta und Pizza erträgt doch keiner, obwohl wir uns ja glücklich schätzen können, dass wir im Sommer Stammkunden haben, die wirklich täglich Frozen Yogurt essen. Darüber freuen wir uns sehr!

Düsseldorf ist einfach eine tolle Stadt. Ich sehe sie als eine sehr kleine Großstadt. Alle Hotspots liegen zentriert und sind fußläufig oder per Fahrrad zu erreichen. Die Community ist eng und besonders, man lernt schnell neue Leute kennen und hilft sich gegenseitig. Bei einer größeren Stadt wie Berlin ist das nur bedingt möglich, weil man sich eher auf einen Stadtteil konzentriert und sich dort sein Netzwerk aufbaut. In Düsseldorf ist man hingegen in der ganzen Stadt unterwegs. Hier kennt uns, einen Frozen Yogurt Laden, wirklich fast jeder. Einfach der HAMMER! Gerade Formate, wie der Startup Sprint bieten einen Ort zum Austausch und erleichtern das Netzwerken. Ich hatte leider nicht die Möglichkeit bereits vor meiner Gründung ein solches Netzwerk aufzubauen, sodass wir überwiegend selfmade unterwegs waren, bedeutet: Fotos selber schießen, Videos drehen etc. Natürlich hatte ich das Glück „Experten“ in meinem Umfeld zu haben, die dann zu Video-Profis gemacht wurden 😉 aus dem Freundkreis kam viel Unterstützung, ohne sie wäre es sicherlich nicht gegangen. Deshalb sollten Gründer und Interessierte zum Startup Sprint gehen und netzwerken, eigene Ideen verwirklichen und alles easy sehen. Traut euch auf die Leute zuzugehen und mit ihnen über eure Idee zu quatschen!

Für alle, die nächste Woche bei der Night of Creativity dabei sein werden, kann ich schon mal was zu meinem Vortrag verraten: Ich werde Einblicke in die Gründung von Yomaro geben und erklären, warum Yomaro nicht nur Eis verkauft, sondern Freude. Am Produkt allein kann es nicht liegen, dann würden die Leute wohl kaum 45 Minuten in der Schlange stehen. Welchen Mehrwert und welches Lebensgefühl wie vermitteln, erfahrt ihr nächsten Donnerstag. Ich bin schon aufgeregt und kümmere mich seit einer Woche fast ausschließlich um diesen Vortrag. Wie ihr seht, ein Leben als Grüner und Unternehmer bedeutet organisieren, mit anpacken und das besondere Lebensgefühl mit anderen teilen. Ich freue mich euch mit unserem Frozen Yogurt glücklich zu machen – entweder in einem unserer Stores oder beim Startup Sprint Food Finale am Sonntag, den 30.10.2016. Wir werden wieder einen Stand haben und euch unsere Yomaro Welt vermitteln.“

Euer
Matthias